your comfort zone will kill you

your comfort zone will kill you

hola y buenas tardes amigos! 

nach dem launch meiner neuen website im februar war es erst mal still. das hatte mehrere gründe, die ich dir gerne in einem kleinen oder auch größeren „life update“ erzählen möchte – denn es ist wirklich viel passiert! dieses „life update“ wird es zukünftig in regelmäßigen abständen (der rhythmus wird sich noch zeigen) geben. ich freue mich schon jetzt darauf, dich auf meiner reise, raus aus meiner comfort zone, mitzunehmen.

hi, i’m still mäd and i’m back! 

die letzten zwei (einhalb) jahre waren, wie für jeden von euch auch, keine einfachen – aus den verschiedensten gründen. nach anfänglicher c-bedingten ruhephase, die ich sogar zeitweiße genießen konnte und durfte, kam die phase, in der ich alles mögliche an dingen abarbeitete, die ich über monate und jahre vor mir hergeschoben hatte. das tat gut, war wichtig und richtig. in der zeit konnte ich (endlich!!!) mein eigenes corporate design überarbeiten, mir einen styleguide zurechtzimmern und alle wichtigen dokumente darauf anpassen. im zuge dessen definierte ich außerdem meine werte, meine unternehmensphilosophie und erarbeitete meine positionierung. meine buchhaltung wurde auf vordermann gebracht und ich kündigte meinen vollzeitjob, bewarb mich auf mehrere teilzeitstellen und begann letztendlich in einer kleinen firma in teilzeit zu arbeiten. nebenher baute ich meine selbstständigkeit (weiter) aus und kümmerte mich um eine agentur, die mich zukünftig in sachen illustration unterstützen würde. mit kombinatrotweiss gewann ich eine super passende Vertreterin und in svetlana als geschäftsführerin eine wunderbare partnerin, die mir – gemeinsam mit ihrem team – mit rat und tat zur seite steht. in den letzten zwei jahren (kinder, wie die zeit vergeht) durfte ich unglaublich schöne, spannende und herausfordernde projekte umsetzen. zuletzt gestaltete ich ein seidentuch, das exklusiv nur einmal versteigert und der erlös gespendet wird. vom 10. – 12.06.2022 findet die auktion im rahmen des illustrator*innen festivals in frankfurt statt. aber zurück zum thema.

auch wenn die letzten zeilen so klingen, als wäre alles super gelaufen – versteht mich bitte nicht falsch, das ist und tut es und dafür bin ich jeden tag von herzen dankbar – gab es einige dinge, die irgendwann nicht mehr super liefen. die anfängliche „euphorie“ über die viele freie zeit wurde erst immer kleiner und irgendwann erdrückend. ein lockdown jagte den nächsten, alles war verwirrend, keiner wusste was und wie und wann und wo. eigentlich hatte ich doch so viele pläne und eigentlich hatten wir doch auch so viele pläne. ganz langsam machte sich ein gefühl von stillstand, ohnmacht und hilflosigkeit in mir breit. dieses gefühl erstickte ich mit arbeit, um während dem (gefühlt) längsten winter meines lebens, mich damit nicht auch noch auseinandersetzen zu müssen. so verging 2020 mehr oder weniger spektakulär unspektakulär und darauf folgte ein weiteres jahr voller seltsamer dinge und momente, die sich fast normal anfühlten. aber irgendwie war bei mir (und uns) die luft raus und es fiel mir zunehmend schwerer, mich zu motivieren. meine arbeit, die mir sonst so viel freude bereitet, verlor an glanz und ich fragte mich mehr als einmal, ob es das ist, was ich gerne tun will. ich begann so ziemlich alles, was mein bisheriges leben anging, zu hinterfragen und das war der moment, in dem ich entschied die dinge radikal zu verändern. 

your comfort zone will kill you.

diese leise stimme in meinem kopf, die schon immer da war. jedes mal im familienurlaub sagte ich mir, eines tages wird es nicht mehr nur urlaub sein, ans meer zu fahren. eines tages fahre ich einfach nicht mehr nach hause. an der stelle die kurze umschweife, dass ich zu hause noch nie wirklich mit einem bestimmten ort in verbindung gebracht habe und das konzept deshalb für mich ein klein wenig anders funktioniert. diese leise stimme wurde über die letzten jahre immer lauter. in simon fand ich einen partner, der mindestens genauso viel lust hat, die welt zu entdecken und mit mir gemeinsam für eine weile ins ausland ziehen wollte. einfach mal schauen wo es uns hintreibt und falls es nicht passt, weiterziehen. wir schmiedeten pläne und machten uns gedanken, welches land uns am allermeisten reizen würde.

das mit den plänen ist halt so eine sache. ersten kommt es anders und zweitens als man denkt. wie bereits erwähnt kamen dann zwei jahre voller unsicherheiten, unplanbaren ereignissen und solch eine ungewisse zukunft, dass wir vorerst alles auf eis legten und abwarten wollten, wie sich die situation entwickeln würde. nach zwei jahren stillstand beschlossen wir, unsere entscheidungskraft zu nutzen und zu 100 % in die eigenverantwortung zu gehen. sowohl beruflich, als auch privat. vor einem jahr wagte ich den sprung in die hauptberufliche selbstständigkeit, arbeitete zusätzlich nur noch ein paar stunden in der woche in einer kleinen kaffeerösterei, um raus zu kommen und soziale kontakte zu pflegen. diese arbeit bereitete mir unfassbar viel freude und ich war entsprechend traurig zu kündigen. simon als selbständiger copywriter und webdesigner war ready von überall zu arbeiten. im außen war also alles super und wir hätten theoretisch jeden moment losmarschieren können. 

don’t be afraid to live your best life. you deserve it.

im innen sah das ein wenig anders aus. zum einen war ich mutig und voller tatendrang, wollte das alles doch so unbedingt. auf der anderen seite ploppte immer wieder der gedanke auf: was wenn ES schief geht? was ist dieses ES? die reise? die erfahrung? die beziehung? da waren wieder die zweifel – zweifel an mir und meinen entscheidungen. egal ob beruflich oder privat. das hinterfragen, ob ich das richtige tue, ob und wie ich dinge besser oder anders machen könnte. eben dieses perfektionismus-ding, von dem ich hier bereits gesprochen habe. ziemlich schnell wurde mir mein thema, mit dem ich mich auseinandersetzen durfte, klar. gerne erzähle ich an anderer stelle mehr dazu, sollte jemand daran interesse haben (lass es mich einfach in den kommentaren wissen). gut, wenn einem bewusst ist, was die eigenen themen sind. blöd nur, sich dann auch wirklich damit auseinander zu setzen. ich sags euch ganz ehrlich wie es ist, ein spaziergang waren die letzten (acht) monate nicht. mit sich selbst konfrontiert zu werden kann schon ziemlich weh tun und eklig sein, vor allem wenn das ego im weg ist – und das ist es meistens. der wachstumsschmerz geht zum glück wieder vorbei und was bleibt ist die klare sicht, wie ich weitermachen will. eins war sicher: nicht so, wie die zwei vergangenen jahre gelaufen sind. allerdings beginnt jede große veränderung bei dir selbst. i know it’s hard but it’s the truth.

nun sitze ich hier in unserem condominio in playa del carmen – mitten in der karibik  – schreibe mir diese worte von der seele und kann an den meisten tagen noch nicht wirklich glaube, ES wirklich getan zu haben. vor ein paar wochen sind wir oneway, mit jeweils einem koffer und einem rucksack, in denen all unser hab und gut verstaut ist, nach mexico geflogen und starten hier unsere reise und unser bisher größtes abenteuer als digitale nomaden. wo es uns hintreibt wissen wir noch nicht, das wichtigste war, den anfang zu machen und loszugehen. fürs erste werden wir uns auf der großen weiten welt ein wenig umschauen. wo es uns gefallen könnte und wo wir vielleicht irgendwann unsere base haben wollen. oder ob es uns eines tages zurück zieht, nach good old germany. über all diese dinge kann und will ich momentan auch gar nicht nachdenken.

denn nach sehr langer zeit bin ich wieder am leben. so richtig wirklich am leben. mit herzklopfen und bauchkribbeln, aufgeregt sein und gleichzeitig tiefenentspannt. das gefühl, zur richtigen zeit den richtigen ort zu besuchen. schon in den ersten paar wochen konnte ich so viel über mich und uns lernen, bin über mich hinausgewachsen und habe meine grenzen neu ausgelotet. mein kopf platzt beinahe vor ideen, motiven und inspirationen. jeden tag treffe ich interessante menschen, lerne gerade eine ganz neue sprache und bin demütig und dankbar. demütig, das privileg zu haben meinen weg so zu verfolgen wie ich es mir wünsche und dankbar, den mut und das vertrauen in mich zu haben, dinge zu verändern und mich zu verändern. 

gib mir die gelassenheit, dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den mut, dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

gelassenheitsgebet

diese veränderungen betreffen nicht nur mich und meine person, sondern auch mein unternehmen. wie vorhin kurz angesprochen hatte ich viel zeit zu hinterfragen, nachzudenken und mich neu zu sortieren. nach wie vor liebe ich meinen beruf und brenne für alle projekte, die ich umsetze. daran wird sich vermutlich (und hoffentlich) nichts ändern. trotzdem werde ich dich auch hier mitnehmen, denn viele kleine hirngespinste entwickeln sich nach und nach zu handfesten ideen und wollen in die tat umgesetzt werden. ich freue mich, wenn du mich auf meinem abenteuer begleitest und mit mir zusammen die welt entdeckst. zu viel erzählen möchte ich noch nicht (gibt bisher auch nur ein paar ausgefranste zettel mit ein paar groben ideen), aber wie anfangs angekündigt wird es regelmäßige life-updates geben (die bekommen auch noch einen anderen namen, schwöre!) und dort werde ich bestimmt den ein oder anderen hinweis platzieren, sobald es neugikeiten gibt. es lohnt sich, immer mal wieder vorbeizuschauen. was ich schon mal vorsichtig anteasern kann: bald gibts zum wiederholten male was auf die ohren – ich bin gespannt wie ein flitzebogen und freue mich doll auf das gespräch!
stay tuned. 

abschließende worte und danke für deine geduld!

danke, falls du bis hier her gelesen hast. das bedeutet mir viel. ich freue mich auf austausch, deine frage(n) oder anregungen. was du darüber denkst, was deine träume und wünsche sind. vielleicht kann ich dir irgendwo einen stups in die richtige richtung geben oder dir ein paar ehrliche, aufmunternde worte sagen. denn wenn ich eine sache gelernt habe, dann, dass auch ich mich ein wenig öffnen darf und der welt (und dir) zeigen wer ich bin. denn dann, und nur dann, kann echter austausch und gegenseitiger support stattfinden. hier bin ich, so persönlich und real wie ich nur sein kann. auf reisen, auf der suche, am mich finden lassen und mich neu erfinden. am struggeln, am freuen, am verzweifeln, am abreißen und am aufbauen. aber in aller erster linie am leben. 

drei hauptgründe auf reisen zu gehen und meine comfort zone zu verlassen:

  • die kälte. mindestens acht von zwölf monaten fror ich in deutschland. kein witz. niedriger blutdruck und bildschirmarbeit tun ihr übriges – egal wie viel sport und spazieren und essen. mir – war – ständig – kalt und es war so anstrengend. meine wohlfühltemperatur liegt bei 30 grad und dort wo wir jetzt sind, hats im schnitt 33 grad – also alles tutti. und was gibts besseres, als den ganzen tag (und die ganze nacht) kurze sachen zu tragen! 
  • über mich selbst hinauswachsen. wenn ich eines in den letzten zwei jahren lernen durfte, dann dass ich so wenige dinge in meinem leben kontrollieren kann. und die, die ich in kontrollieren kann, sollte ich so gestalten, dass ich glücklich und zufrieden (und im idealfall noch ein mehrwert für die welt) bin. in der angst leben war noch nie so mein ding, trotzdem merkte ich mit zunehmendem alter (ich weiß, ich weiß so alt bin ich noch nicht, aber so jung auch nicht mehr!), dass ich mich selbst an so mancher stelle (schon) sehr bequem eingerichtet habe und mich immer wieder sabotierte, um nicht aus meiner comfort zone raus zu müssen. but your comfort zone will kill you! das war und ist mein eigenes motto – da darf ich mich dann auch dran halten. deshalb: einfach mal machen. und ich sags euch, ich bin SO DERMASSEN über mich hinausgewachsen (jetzt schon), dass ich richtig bock habe, euch an so viel wie möglich teilhaben zu lassen. 
  • neue inspiration finden. auch wenn ich weiß, dass die kleinen dinge die schönsten im leben und diese überall zu finden sind, hat meine seele fernweh. dieser inneren stimme oder intuition (nenn es wie du willst) bin ich gefolgt und bisher bereue ich absolut nichts. egal ob ich abends eine stunde die blattschneideameisen bei ihrer arbeit beobachte, seltene vogelarten entdecke oder abenteuerliche tuk-tuk-fahrten erlebe – die neuen eindrücke, farben, tiere und gerüche lassen meine fantasie ausrasten. in kombination mit den wunderbaren menschen, einer neuen sprache, anderer kultur und gepflogenheiten und unfassbar leckerem essen, komme ich oft aus dem staunen nicht mehr heraus. and thats it. dieses gefühl, hinter jeder ecke etwas neues zu entdecken, zu lernen, mich inspirieren zu lassen erfüllt meine seele mit einer tiefen dankbarkeit und mein herz mit unendlich viel liebe. 

xo,
mäd

einfach mal machen…

einfach mal machen…

…oder um ein mantra zu wiederholen, dass wir alle kennen: just do it.

anfangs eine kurze einleitung, dass jede:r entscheiden kann, ob er/sie weiterlesen möchte und ich genug zeit habe, meine gedanken zu sortieren. das jahresende und derselbige anfang stehen immer (oder meistens) unter dem zauber des abschließens und (neu) anfangens. jedes jahr anfang januar, zum traditionellen neujahrsspaziergang mit meinem besten freund, begegnen mir auf unserer strecke zwei arten von sportler:innen. die, die sport machen wie an jedem anderen tag und die, die etwas gequält schauen. man sieht ihnen an, dass es der neujahresvorsatz ist, der ihnen im nacken sitzt. DIESES JAHR unbedingt 4x in der woche sport machen. und sind wir ehrlich, wie hoch stehen die chancen, dass es DIESES JAHR auch wirklich klappt? bei den meisten (leider und ich nehme mich hier nicht aus) nicht hoch – ist auch ganz unabhängig davon, um welches ziel es sich handelt. genau dieses phänomen konnte ich bei mir selbst feststellen und ganz ehrlich, es hat mich genervt. und zwar richtig. denn ich würde mich als ehrgeizigen und auch disziplinierten (je nachdem wie man disziplin für sich definiert) menschen beschreiben, die weiss was sie will. was aber hindert mich (und andere) daran, neue ziele konsequent durchzuziehen? nunja, es gibt hier viele (kompetentere) menschen, die das besser erklären können als ich und auf die solltet ihr euch auch verlassen. jedoch möchte ich es an einem konkreten beispiel festmachen und meine “lösung” mit dir und der welt teilen – vielleicht inspiriert es dich ja!

eigentlich wollte ich diesen beitrag pünktlich zum neuen jahr schreiben oder eher gesagt veröffentlichen. seit ende dezember rutscht das to do jeden tag auf den nächsten tag. “so schwer kann’s ja nicht sein, einen beitrag zu schreiben.” ja das stimmt – ist es (meistens) tatsächlich nicht. aber mein beitrag war mit etwas verknüpft, das ich ankündigen wollte. und das ist nicht so fertig geworden wie geplant. noch so ein to do, welches über wochen immer weiter nach hinten gerutscht ist. wie es eben so ist mit den eigenen sachen als selbständige:r.

“der schuster hat die schlechtesten leisten.”

da ist schon was dran. ist auch nicht schlimm, denn im idealfall wird die zeit darauf verwendet, die kund:innen glücklich zu machen, geld zu verdienen und an projekten zu arbeiten, die freude bereiten. und noch so eine sache – und jetzt komme ich auch endlich zum punkt – der eigene perfektionismus. ich würde mich als perfektionistischen menschen beschreiben. und es macht mich glücklich, wirklich gute arbeit zu machen. weil ich meinen beruf liebe und es gerne tue. weshalb der perfektionismus für mich in den meisten fällen an der richtigen stelle zum tragen kommt. trotzdem habe ich gelernt, mir immer wieder bewusst zu machen, dass “perfekt” ziemlich überholt ist. jedenfalls in meinen augen.

perfektionismus ist in meinen augen ein ziemlich überholtes konstrukt.

zum einen stelle ich mir die frage, was ist “perfekt” überhaupt? egal wen man fragen würde, die antwort wäre immer eine andere. perfektionismus liegt im auge des betrachters und kann daher (ausgenommen von einigen definierten regeln bspw. dem goldenen schnitt (die mehrheit der menschen empfindet dinge, die im goldenen schnitt stehen als ästhetisch)) gar nicht erfüllt werden. eine person schafft etwas in ihren augen perfektes. die erste person findet es (was auch immer) ebenfalls perfekt, die zweite person findet es scheiße. trotzdem ist es im auge des schaffenden immer noch perfekt. eine weitere sache ist, dass alles perfekt ist und ebenso nichts perfekt ist (weil theoretisch die 100% nie erreicht werden, denn wann ist schluss? hier gibt es keine allgemeingültig definition). damit kann und sollte nichts perfekt sein. denn gerade die ecken und kanten sind doch die, an denen wir hängen bleiben.

zum anderen hindert es mich (und ich kann mir vorstellen, es erkennen sich auch einige leser:innen im text wieder), an wachstum in allen bereichen. das ständige (und in unserer gesellschaft oftmals auch unbewusste) streben nach perfektionismus sehe ich persönlich als äußerst ungesund an. es erinnert mich an den hund auf dem laufband, der dem würstchen an der angel hinterherläuft. es endet nicht. denn was ist perfekt? die frage stellt sich immer wieder und natürlich kann dies jeder für sich selbst definieren und sich seinen perfektionismus schaffen. in manchen angelegenheiten macht das auch total spaß und sinn aber es sollte eben nicht nur darum gehen im leben, alle dinge immer „perfekt“ zu machen bzw. machen zu wollen. ab und an braucht man als mensch einfach auch ein ende, eine bestätigung, einen abschluss – oder eben einen anfang.

zurück zu meinem dilemma mit dem aufgeschobenen beitrag und der noch aufgeschobenereren ankündigung. es handelt sich nämlich um meinen neuen webauftritt, der hiermit mit pauken und trompeten angekündigt wird. da kommt ihr zu meinem ganzen stolz und einem prachtwerk von simexzellent. es findet sich eine reise durch die letzten 5 jahre selbstständigkeit und den dazugehörigen projekten – die nun nach und nach ergänzt werden. bis dahin schaut euch gerne um und besucht mich doch in ein paar tagen wieder!

und hier schließt sich der kreis: ich hatte enorme schwierigkeiten, eine “halbfertige” website online zu stellen. aus zeitgründen schaffe ich es nur in schritten, die projekte aufzubereiten (und ich war selbst kurz überrascht, wie viele das mittlerweile sind und dann war ich stolz), bilder zusammenzusuchen, alles zu bündeln, einzupflegen, anzupassen und so weiter und so fort. in meiner utopie wäre am 01.01.22 eine “vollständige” website online gegangen – manchmal kommt es anders und nun ist es wie es ist. für mich war es eine (nicht ganz einfache) lernaufgabe aber ich bin für mich zu dem entschluss gekommen: better done than perfect. der anfang ist das schwerste und sobald einmal losgelegt wurde, läufts dann doch von selbst und man fragt sich das ein oder andere mal, weshalb man nicht schon früher damit angefangen hat – so schlimm war’s gar nicht. wer kennt’s nicht?! jetzt, wo ich den anfang gemacht habe, läuft es nebenher und ich kann die sache entspannt(er) angehen und nach und nach projekte ergänzen. die website wächst mit mir und ich mit meinen aufgaben.

better done than perfect.

der prozess als solcher sollte mehr in den vordergrund rücken. die dinge, die wir auf dem weg lernen, vielleicht auch mal scheitern oder von vorne anfangen. oder ganz verrückt, manchmal einfach auch was sein lassen weil man merkt, man kann’s einfach nicht. geht mir mit backen so – also kuchen jedenfalls. aber der vorausgesetzte perfektionismus des (end)ergebnisses ist eher hinderlich als förderlich – konnte ich bei mir feststellen. natürlich heißt das im umkehrschluss nicht, mir keine mühe mehr geben zu müssen aber ich denke es wird mir gut tun, den ständigen drang danach, alles perfekt zu machen, abzulegen und (wieder) den weg zum ziel zu machen. vor allem bei den dingen, die mich selbst betreffen, wie im beispiel der website. es gibt keinen auftragegebenden (oder ein budget), das sagt wann etwas fertig oder perfekt ist. ich selbst kann und darf das entscheiden und laufe dadurch gefahr, mich in meinen eigenen ansprüchen zu verlaufen. so werden dinge ganz schnell verkopft und man verliert leicht die übersicht über das große ganze. wenn man es schafft, den weg zum ziel zu machen, dann kann man (ich) auch mal einen umweg laufen oder eine abzweigung nehmen und dem perfektionismus in etwas ganz unerwartetem oder gar unscheinbaren finden.

mich würden deine gedanken zu perfektionismus und vor allem dem motto “better done than perfect” interessieren! wie definierst du für dich perfektionismus?

auf bald,
mäd

Kreativ auf Knopfdruck.

Kreativ auf Knopfdruck.

Ich erinnere mich noch sehr genau an meinen ersten Schulblock im ersten Ausbildungsjahr – Mediengestalterin Digital und Print. Wir bekamen die Aufgabe, einen Flyer für die Region „Bodensee als Urlaubsort“ zu gestalten. Es war eine mittlere Katastrophe. Da habe ich mich das Erste mal gefragt, ob ich den richtigen Beruf für mich gewählt habe. Ehrlich gesagt bin ich da so reingerutscht weil ich keine Ahnung hatte, was ich nach dem Abitur machen soll und irgendwas Kreatives ist ja mal nicht schlecht. Die Ausbildung habe ich übrigens nach dem 1. Lehrjahr an den Nagel gehängt. Danach habe ich zwei Praktika gemacht, eines beim Fernsehen und eines in einer Agentur. Daraufhin begann ich Kommunikationsdesign zu studieren und 7 Jahre später bin ich da, wo ich jetzt bin – und mehr als glücklich darüber. Der Weg war stellenweise unbequem und ich hätte auf die ein oder andere Erfahrung verzichten können. Alles in allem bin ich aber sehr froh, denn diese Erfahrungen sind nützlich und bringen mich jeden Tag weiter.

Der Weg war stellenweise unbequem und ich hätte auf die ein oder andere Erfahrung verzichten können.

– mäd

Dieser kleine persönliche Auszug war die Einleitung für meinen Beitrag in dem ich jeden dazu ermutigen möchte, dass Kreativität lernbar ist. Den Einstieg möchte ich mit einem Bild machen. Auf diesem sieht man eine Visitenkarte, die ich mit Illustrator erstellt habe. Ein wahres Talent. Lol. Die Visitenkarte war für meine Mutter – sie arbeitet als Tagesmutter. Zum Glück hat sie diese Karte nicht ihren Job gekostet. Mittlerweile mache ich zum Glück gelungenere Sachen.

In den folgenden Abschnitten möchte ich euch 5 Tipps an die Hand geben, die euch im Lernprozess unterstützen können. Es ist eine Beschreibung, wie ich gelernt habe Kreativ zu arbeiten und auf „Knopfdruck“ kreativ werden kann.

  1. Grundlagen schaffen
    In welchem Bereich möchtest du kreativ sein? Macht es dir Spaß Gedichte zu schreiben? Zeichnest oder malst du gerne? Ist es eher in die musikalische Richtung? Versuche herauszufinden, wo deine Stärken liegen und vor allem woran du Spaß hast. Denn das ist eine der wichtigsten [jedenfalls für mich] Grundvoraussetzungen, um kreativ Arbeiten zu können. Wenn du dir darüber bewusst bist, fange an dir Wissen anzueignen. Es gibt so viele Foren, Online-Magazine, Blogs, Tutorials und Fachzeitschriften – vieles davon kostenlos. Lese dich in dein Gebiet ein, schaue was andere Künstler machen und lass dich inspirieren.

  2. Anfangen
    Ich weiß, keiner will es hören. Aber fang an. Jeder Tag, an dem du Angst vor dem weißen Blatt hast ist ein Tag, an dem du etwas lernen kannst. Über dich oder über dein Fachgebiet. Dir kann nichts passieren denn ist ein ein Ausprobieren, kein Fehlermachen. Keiner macht es auf die Weise wie du es machst, deswegen gibt es nur anders und nicht falsch. Sobald du angefangen hast wird es einfacher und du wirst immer mehr Spaß an deiner Sache finden. Lege dir eine Grundausrüstung deiner Materialien zu. Über Foren oder Ebay findest du bestimmt auch gebraucht gute Sachen. Ansonsten überlege dir, wie du auf anderem Weg ans Ziel kommen kannst. Auch hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt.

  3. Lernen
    Hör nicht auf zu lernen und entwickle dich stetig weiter. Ich lese beispielsweise regelmäßig Page und designmadeingermany. Außerdem besuche ich [normalerweise, ist gerade nur etwas erschwert möglich] Museen, Ausstellungen, Vernissagen. Immer wieder investiere ich in Fachliteratur, schaue mir Ted Talks an und bin mit vielen Menschen vernetzt, die aus der selben Branche kommen. Hier tauschen wir uns aus und arbeiten zusammen an Projekten.

  4. Netzwerk
    Baue dir ein Netzwerk auf. Das kann online oder offline sein. Nimm dir die Zeit und lade deine Arbeiten auf Fachportalen hoch. Ich nutze hierfür Behance. Zum einen dient es als Online-Portfolio, zum Anderen kannst du dich mit Gleichgesinnten austauschen und dir Feedback einholen. Pinterest gehört ebenfalls zu meinen Lieblingswerkzeugen. Die angelegten Boards inspirieren mich in der Stilfindung für unterschiedlichste Projekte. Strecke deine Fühler in alle Richtungen aus und connecte dich. Pflege dein LinkedIn und/oder XING und schaue, was andere so machen. Überall gibt es Inspiration zu finden.

  5. Kreieren statt konsumieren
    Nachdem du dir die Grundlagen angeeignet, deine Ausrüstung aufgestockt hast und ein wenig in deine kreativen Herausforderungen hineingewachsen bist wird sich sehr schnell ein Flow entwicklen. Du wirst wissen, wo du dir Inspiration herholen kannst. Vielleicht hast du sogar Playlists die laufen, während du an deinen kreativen Projekten arbeitest oder feste Tage, an denen sich deine Kreativität frei entfalten kann. Hör nicht auf zu lernen und dich weiterzuentwickeln. Probiere ständig Neues [in deinem Bereich] aus. Dein Stil festigt sich irgendwann und du wirst sicherer. Vergiss niemals den Spaß an der Sache und wenn es mal keinen Spaß machen sollte, gönne dir Kreativpausen – dann kommt der Rest eh von selber zurück.

Auch wenn oft behauptet wird, dass man Talent braucht, um Kreativ zu sein, ja, das mag sein und schadet bestimmt auch nicht. Meiner Meinung nach reicht aber eine große Portion Interesse, Durchhaltevermögen und Experimentiersinn aus, um wirklich coole Ideen zu entwickeln und umzusetzen – egal ob als Hobby-Projekt oder als Auftrag. Dran bleiben und üben, Herzblut opfern und jede Idee, egal wie verrückt sie erscheinen mag, zu verfolgen.

Wie stehst du zu dem Thema Kreativität als Talent oder lernbar? Wie gibst du deiner Kreativität einen Schubs, wenn sie mal auf sich warten lässt? Wie lebst du dich kreativ aus?

Ich freue mich von dir zu lesen!
mäd


*dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung.